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Freitag, 1. September 2023

Was ist Resilienz und wie kann sie Ihr Leben positiv beeinflussen?



In einer Welt, die ständig im Wandel ist und mit Herausforderungen gespickt ist, spielt die Resilienz eine entscheidende Rolle für unser Wohlbefinden und unsere Fähigkeit, mit den Anforderungen des Lebens umzugehen. Aber was genau ist Resilienz, und wie können wir sie entwickeln, um widerstandsfähiger und stärker zu werden? In diesem Blogbeitrag werden wir uns ausführlich mit diesem wichtigen Konzept befassen.

Die Bedeutung von Resilienz: Resilienz ist die Fähigkeit, nach Rückschlägen, Stress und schwierigen Lebensereignissen zurückzukehren, sich anzupassen und sogar gestärkt daraus hervorzugehen. Es geht nicht nur darum, Herausforderungen zu überwinden, sondern auch darum, aus ihnen zu lernen und persönlich zu wachsen. Resilienz ist ein Schlüssel zu einem gesunden und erfüllten Leben.

Die Merkmale von Resilienz:

  1. Selbstbewusstsein: Resiliente Menschen kennen sich selbst gut und sind sich ihrer Stärken und Schwächen bewusst.
  2. Emotionale Regulation: Sie können Emotionen effektiv erkennen, verstehen und steuern, ohne von ihnen überwältigt zu werden.
  3. Problemlösungsfähigkeiten: Resiliente Menschen sind in der Lage, klare und effektive Strategien zur Bewältigung von Problemen zu entwickeln.
  4. Soziale Unterstützung: Sie haben ein starkes soziales Netzwerk und wissen, wann sie Hilfe suchen sollten.
  5. Optimismus: Sie neigen dazu, eine positive Einstellung und Hoffnung aufrechtzuerhalten, auch in schwierigen Zeiten.

Die Entwicklung von Resilienz: Die gute Nachricht ist, dass Resilienz erlernt und entwickelt werden kann. Hier sind einige Schritte, um Ihre Resilienz zu stärken:

  1. Stärken Sie Ihr Selbstbewusstsein: Kennen Sie sich selbst, Ihre Werte und Ihre Überzeugungen.
  2. Entwickeln Sie emotionale Intelligenz: Lernen Sie, Ihre Emotionen zu erkennen und effektiv damit umzugehen.
  3. Fördern Sie Problemlösungsfähigkeiten: Arbeiten Sie daran, Lösungen für Herausforderungen zu finden, anstatt sich von ihnen überwältigen zu lassen.
  4. Suchen Sie soziale Unterstützung: Pflegen Sie enge Beziehungen und seien Sie bereit, Hilfe von anderen anzunehmen.
  5. Kultivieren Sie Optimismus: Üben Sie eine positive Einstellung und suchen Sie nach Chancen in Schwierigkeiten.

Resilienz im Alltag: Resilienz ist keine Fähigkeit, die nur in Extremsituationen zum Tragen kommt. Sie beeinflusst unser tägliches Leben, indem sie uns dabei hilft, mit alltäglichen Stressoren, beruflichen Anforderungen und zwischenmenschlichen Beziehungen umzugehen. Sie ermöglicht uns, Herausforderungen als Chancen zur persönlichen Entwicklung zu sehen.

Fazit: Resilienz ist ein lebenswichtiges Konzept, das die Fähigkeit zur Bewältigung von Schwierigkeiten und zur positiven persönlichen Entwicklung fördert. Sie ist erlernbar und kann in allen Lebensbereichen von großem Nutzen sein. Indem wir unsere Resilienz stärken, können wir ein erfüllteres und widerstandsfähigeres Leben führen. Es ist nie zu spät, damit anzufangen.

Dienstag, 16. Juni 2015

Soziale Nähe macht großzügig

Soziale Nähe macht großzügig


Zwei Gehirnregionen arbeiten als Gegenspieler bei der Bewertung der sozialen Distanz

Je näher uns ein Mensch steht, desto großzügiger sind wir. Warum das so ist und wie unser Gehirn diese Unterscheidung trifft, haben Forscher nun aufgeklärt. Demnach sind zwei widerstreitende Hirnregionen für die Bewertung der sogenannten sozialen Distanz zuständig: Je nachdem, welcher Bereich sich durchsetzt, sind wir großzügig oder egoistisch, erklären die Forscher im Journal "Proceedings oft he National Academy of Sciences".

Großzügigkeit ist mehr als nur selbstloses Verhalten: Die Fähigkeit, Dinge auch mit anderen zu teilen, ist eine wichtige Voraussetzung für eine funktionierende Gesellschaft. Selbstloses Verhalten gilt als wichtiges Merkmal sozialer Lebewesen wie Menschen und Menschenaffen. Aber auch in der Ökonomie kommt es darauf an, die Interessen anderer Marktteilnehmer bei Entscheidungen mit einzubeziehen. Wir verhalten uns aber nicht allen Menschen gegenüber gleich großzügig: Einer nahestehenden Person gegenüber sind wir meist freigiebiger als einem Unbekannten. Entscheidend ist ein Phänomen namens "soziale Distanz".

Großzügig oder egoistisch?


Wissenschaftler um Tina Strombach von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) haben sich angeschaut, wie die Entscheidung zur Großzügigkeit im Gehirn abläuft und welche Rolle die soziale Distanz dabei spielt. Dazu beobachtete sie die Hirnaktivität von Testpersonen mit einem funktionellen Magnetresonanztomographen (fMRT).

Während der Untersuchung spielten die Probanden eine ökonomische Aufgabe durch: Sie konnten einen Geldbetrag entweder mit einem gedachten Spielpartner teilen, oder komplett für sich behalten – sie hatten also die Wahl, großzügig oder egoistisch zu sein. Dabei sollten sie sich einmal einen ihnen nahe stehenden Menschen als Spielpartner vorstellen, einmal einen nur entfernt bekannten. 

"Dabei zeigte sich, dass die Teilnehmer viel eher bereit sind, ihren Egoismus zu überwinden und zu teilen, je näher sie dem Spielpartner emotional stehen", so Erstautorin Strombach.

Zwei Hirnregionen im Widerstreit

Die begleitenden Hirnscans ergaben aber noch mehr: Zwei verschiedene Bereiche im Gehirn stehen offenbar im Widerstreit zueinander:

Der ventromediale präfrontale Cortex im Stirnlappen der Großhirnrinde gehört zum Belohnungssystem. Er stellt die egoistische Seite dar. 




Ihm gegenüber wirkt der temporoparietaler Übergang im hinteren Bereich des Gehirns. Er steht mit der Empathiefähigkeit in Verbindung und ist auch wichtig für die Unterscheidung zwischen "selbst" und "fremd".



"Beide Gehirnregionen arbeiten als Gegenspieler", erläutert Studienleiter Tobias Kalenscher von der HHU: „Sie tarieren aus, wie egoistisch oder großzügig wir uns abhängig von der sozialen Distanz verhalten." 
Bernd Weber von der Universität Bonn ergänzt: 

"Der temporoparietale Übergang hält die egoistischen Bestrebungen des ventromedialen präfrontalen Cortex in Schach und ermöglicht somit altruistisches Verhalten." 

Dieses Ergebnis ist sowohl für die Wirtschaftswissenschaften als auch für die Soziologie interessant: In beiden Disziplinen müssen die im menschlichen Gehirn angelegten Verhaltensmuster zur sozialen Distanz in unterschiedlichen sozialen Zusammenhängen berücksichtigt werden. (PNAS, 2015; doi: 10.1073/pnas.1414715112)
(Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, 20.01.2015 - AKR)